Spracherkennung und Audiotranskription

Hilfreich für Journalistinnen bei der Produktion in Hörfunk und Fernsehen ist Software für die Spracherkennung und zur Audiotranskription - die auch in Kombination zusammen benutzt werden können.

 

 

Spracherkennungsoftware

 

Eine Empfehlung für alle, die umfangreiche Hörfunk- und TV-Interviewtexte verschriftlichen müssen: Kauft euch eine Spracherkennungssoftware. Die hat mir schon mal über eine Sehnenscheidenentzündung hinweg geholfen. Selbst wenn die Software aus meinem „Laizisten" ein „Lagersystem“ machte – wenn ihr für TV- und Hörfunkbeiträge diktiert und nicht für ein Buch, dann handelt es sich sowieso um jede Menge Rohmaterial, das ihr schnell und schmutzig einsprechen und erst später für die Manuskripte korrigieren könnt. Ein gutes Headset ist wichtig für eine gute Erkennungsquote, hat die Stiftung Warentest schon vor Jahren festgestellt. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Dragon Naturally Speaking gemacht, bei dem ihr mit der einfachsten Version auskommt. Die kostet um die 100 Dollar, ist aber oft auch billiger zu haben (www.nuance.com). In Vergleichstests vor Jahren war die Alternative Linguatec Voice Pro ebenso gut in der Texterkennungsrate (Standardversion 69 Euro; www.linguatec.de). Linguatec bietet inzwischen eine serverbassierte "Enterprise"-Spracherkennung, die angeblich sprecherunabhängig funktioniert. Das würde bedeuten, das man Interviewantworten nicht mehr nachsprechen muss, damit die Spracherkennung sie verschriftlichen kann - es wäre eine Revolution. Ich werde das mal ausprobieren. Für Apple-Computer gibt es Dictate von Macspeech/Dragon (www.nuance.com)

 

Software für Audio-Transkription

 

Kostenlos und bei vielen Freien Mitarbeiterinnen heiß geliebt ist die Software F4 (für Mac-User: F5), die viel Zeit beim Abtippen von Originaltönen spart. Die Audio- oder Videofiles auf dem Computer können mit den F-Tasten abgespielt werden, während der Text mit einer anderen Software geschrieben wird – auch mit Spracherkennungssoftware zusammen funktioniert das. In den Text können automatisiert Tags eingesetzt werden, mit denen die Stelle in der Audiodatei wieder gefunden werden kann. Das alles spart sehr viel Zeit!
Die kostenlose Version ist auf Audiofiles mit maximal zehn Minuten Länge begrenzt. Die Einzelplatzversion kostet mittlerweile 49 bzw. 79 Euro (portable Version).

Die Website der F4-Macherinnen, www.audiotranskription.de, informiert über die Transkriptionstechniken, und sogar über Konkurrenzprodukte.

 

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