Selbst für den Hörfunk schneiden - aber womit?

Ein Schnappschuss in eine sich ständig wandelnde Szene, Stand Herbst 2011: Welche Schnittsoftware gibt es?

Selbst schneiden, aber womit?

Mit welchem Audioschnittprogramm die Töne bearbeitet werden, ist im Grunde egal. Weil es kostenlos ist, empfehlen viele Macher das Programm „Audacity“ für Mac, Windows und Linux. Für den Einzelfall funktioniert es gut, vor allem, wenn es nur um einzelne Tracks geht, die bearbeitet und dann in den Sender mitgenommen werden. Aber nach meiner persönlichen Erfahrung ist ein rationeller Schnitt mit Audacity nicht machbar.

Ohne damit andere Programme abwerten zu wollen, empfehle ich die ziemlich einfach und intuitiv zu bedienende Software „Samplitude“ von Magix. Ihr Vorteil: Halbfertige Samplitude-Projekte können in die Schnittsoftware importiert werden, die der WDR neben DiRa Startrack benutzt – die Magix-Software Sequoia (Preis über 2.000 Euro). Wer also selbst schon mal ein Sounddesign gestalten will, an dem eine Tontechnikerin weiter feilen soll, exportiert sein gesamtes Audioprojekt auf einen Datenträger und schleppt den in den Sender.

Samplitude gibt es in so vielen Versionen, dass ich es aufgegeben habe, nachzuverfolgen, welche Vorteile die eine Version gegenüber der anderen hat. Bisher genügte „Samplitude Music Studio" vollauf. Samplitude ist in der aktuellen „MX"-Fassung für unter 80 Euro zu haben. Funktionseingeschränkte Versionen, die für die meisten Freien ebenfalls genügen, waren in der Vergangenheit sogar kostenlos auf Zeitschriften-DVDs verfügbar. Teurer sind „Samplitude Pro X“ (Listenpreis knapp 500 Euro). Ältere Versionen sind viel billiger in Online-Versteigerungsläden wie ebay zu bekommen, aber informiert Euch vorher über den Funktionsumfang der Versionen, die dort angeboten werden.

Neben Samplitude und Audacity kommen in Frage:

  • Steinberg Wavelab für Mac und Windows (Achtung, die preiswerte LE-Version schafft nur zwei Tonspuren, das reicht oft nicht) – www.steinberg.net

  • Adobe Audition für Mac und Windows (Version 3, über 400 Euro – laut manchen Nutzern und auch nach meiner Erfahrung nicht leicht zu lernen, aber wer es dann gelernt hat, will keine andere Software mehr) www.adobe.com/products/audition/

  • Avid Protools für Mac und Windows (in der Vollversion mehr als 600 Euro, LE für 250 Euro nur mit Hardware „mbox“ zu bekommen) www.avid.com

  • ilife mit „garageband“ für Mac (49 Euro) – http://store.apple.com

  • Wave Editor für Mac (65 $) https://www.audiofile-engineering.com/store/

  • Amadeus Pro für Mac (31 Euro) – wird von einigen Autoren empfohlen http://www.dsd.net/

  • Cubase LE bzw. Essential für Mac und Win (149 Euro, liegt manchen Soundkarten bei) www.steinberg.net

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