S. 216 Nichtselbstständige Tätigkeit neben der Versicherung in der KSK (KORREKTUR)

Anders als im WDR-Dschungelbuch  geschrieben, verliert ein Mitglied der Künstlersozialkasse NICHT in jedem Fall die KSK-Versicherungspflicht in der Kranken- und Pflegeversicherung, wenn sie daneben ein Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit erzielt, das über der Geringfügigkeitsgrenze liegt (2013: 450 Euro).

 Es kommt vielmehr darauf an, welches Einkommen überwiegt und wie hoch es ist. Wenn das KSK-pflichtige Einkommen überwiegt, muss für beide Tätigkeiten Beiträge in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden.

Wenn das Nichtselbstständigen-Einkommen überwiegt, sind dafür Beiträge in allen drei Versicherungssparten fällig, bei der KSK aber nur in der Rentenversicherung.

Wenn die Freie als Nichtselbstständige so viel verdient, dass sie nicht mehr als sozial schutzbedürftig anzusehen ist, fällt auch die KSK-Pflicht für die Rentenversicherung weg. Dafür wird die Häfte der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung als Maßstab genommen.1 In 2013 entspricht dies 2.900 Euro im Westen und 2.450 Euro im Osten Deutschlands. Wer als Arbeitnehmer brutto mehr verdient, für den fällt die Rentenversicherung über die KSK in jedem Fall flach Mehr steht im Merkblatt der KSK zu „Versicherung trotz Nebenjob2.

1 § 4 No. 2 SGB V